Beraubt man sich durch Visualisierungen nicht allfälliger wichtiger Entwicklungsschritte?
Juli 2007
Nichts existiert, was ihr euch vorher nicht vorgestellt habt. Das gesamte Universum musste erst in Gedanken- und Vorstellungsform erschaffen werden, bevor es Wirklichkeit wurde. Fantasie, Visualisation, Träume, Wünsche und Visionen erzeugen Schwingungen, die euch über die persönliche Begrenzung und irdische Welt hinaus wachsen lassen. Aus dem Altbekannten entsteht nichts Neues.
Der Entwicklungsschritt besteht also gerade eben darin, die innere Begrenzung durch eure Geisteskraft zu überschreiten und sie dadurch Wirklichkeit werden zu lassen. Es ist nicht die Visualisation, die den nächsten Entwicklungsschritt hemmt, sondern innere Widerstände und Glaubensmuster, die die Visualisation hemmen. Deshalb ist es wichtig, die inneren Bilder auf das individuelle Innere abzustimmen.
Wenn ihr mehr Liebe in eurem Leben wünscht und davon überzeugt seid, dass das Menschsein Kampf bedeutet, wird sich eure Visualisation - aber auch der Wunsch an und für sich, ob ihr ihn zusätzlich bewusst visualisiert oder nicht - nicht manifestieren können. Nur wenn Glaubensmuster und Visualisation übereinstimmen, wird sich auch die Wirkung in der Realität.
Die Visualisation ersetzt also nicht den Entwicklungsschritt, ist nicht das Ziel, sondern ist ein Mittel zum Ziel, das den Zweck hat, den nächsten Schritt wahrzunehmen, nicht aus den Augen zu verlieren und ihn zu wagen.