Ist Schizophrenie wirklich eine Fremdbesetzung von fremden Wesen, wie oft behauptet wird, und wie ist sie heilbar?
Dezember 2008
Je nach Form sind neurologische, hormonelle und natürlich vor allem psychologische Faktoren der Auslöser. Wenn eine Fremdbesetzung stattfindet, mag dies aussehen wie Schizophrenie, ist es aber nicht. BE-setzungen sind zudem (im Gegensatz zu UM-setzungen) derart selten, dass ihr euch wirklich nicht davor ängstigen müsst.
Manchmal - aber nur selten - stellen sich auch Seelen zur Verfügung, um auf diese Weise an eurer mentalen Verherrlichung zu rütteln. In einer Gesellschaft, wo Menschen an Kontrollfähigkeit und Intellekt gemessen werden, kann die Begegnung mit Schizophrenie wirksam verstören und euch alle ermahnen.
Wir sprechen oft davon, dass eure Welt der Spiegel eures Geistes ist. Dies gilt auch für Erkrankungen und den Umgang mit ihnen. Die westliche Kultur ist ein Volk des Mentalen. Gedanken, Denken und Intellekt sind wichtige Werkzeuge, um eure Welt zu formen. Doch dies genügt nicht, um die geformte Welt auch annehmend, liebevoll und ganzheitlich zu gestalten.
Wenn ihr Ursache und Heilmöglichkeit intellektuell erforscht habt, habt ihr in Wirklichkeit erst das SYMPTOM der Ursache erkannt. Die tatsächliche Ursache liegt nicht nur im Gehirn, den Hormonen etc., sondern vorwiegend in der Emotion und im Geist. Dort muss sie heilen, bevor sich die Heilung auch im Körpersystem anhaltend zeigen kann.
Heilung - auch bei schweren chronischen Erkrankungen - kann jedoch manchmal nicht vom Einzelnen erlangt werden, sondern bedingt zusätzlich ein heilendes Umfeld. Wie ein reiner Wassertropfen im giftigen See seine Klarheit nicht erhalten kann, schwächt ein liebloses entwertendes Umfeld das menschliche Selbstheilungssystem. Die Ursache der Symptom-Ursache - und damit die Heilung - liegt deshalb im menschlichen Dasein und weltlichen Ausdruck.
Euer Wunsch nach Heilung ist manchmal eher der Wunsch nach Perfektion. Heilsein ist weit mehr als Funktionieren. Ein Kranker ist manchmal heiler als ein Gesunder. Es ist letztlich nicht die Diagnose, sondern die Sichtweise, die krank fühlen lässt und das Umfeld belastet. Epilepsie wird in eurer Kultur noch immer ausgegrenzt; in einer anderen ist es Ausdruck des göttlichen Seins.