Woran erkennen wir bei einem Komapatienten, ob noch Hoffnung für ein Weiterleben besteht, oder ob unsere Massnahmen ihn nur am Sterben hindern?

Mai 2009


Ihr erkennt die Antwort auf der Seelenebene. Um dieser zu vertrauen, genügt jedoch das Wissen um sie nicht. Eure Überzeugungen müssen sich mit der Emotionsebene verbinden, damit sie echte Erfahrung und zur Liebe werden. So entsteht Vertrauen in die Seelenstimme.

Je mehr Mitgefühl und Akzeptanz ihr lebt, je liebevoller ihr euch selbst und den Mitmenschen wahrnehmt, desto stärker erfahrt ihr auch die verbindende seelische Liebe zwischen euch. Diese Verbindung bricht nicht ab im Komazustand, sondern sie verstärkt sich. Ihr könnt sie dann sogar noch besser wahrnehmen, denn die verwirrenden Verbindungen des emotionalen Wollens und Brauchens existieren in dieser Ebene nicht.

Der Komapatient befindet sich häufiger in der geistigen Welt, als in der irdischen. In diesem seelisch geprägten Zustand liebt und versteht er euch, unabhängig von eurer Entscheidung. Es ist nicht so, dass ihr seiner Aufgabe im Wege steht oder sie verhindert. Vergesst nicht: Die Seele kennt keine Zeit und nimmt nichts übel. Sie konzentriert sich auf den nächsten Schritt, den sie tun will -, auf eine nächste Wahl unter vielen, unzähligen Möglichkeiten.
 
Ihr dürft euch von der ängstlich-emotionalen Sicht lösen, dass der Mensch nur eine Aufgabe hat und er versagt hat, wenn er zu früh oder zu spät zu uns heimkehrt. Was auch immer ihr entscheidet: Wenn es die Liebe ist, die zu dieser Entscheidung führt, ist sie richtig im menschlichen Sinn und wird von der Seele, die ja erfahren und wachsen will, dankbar angenommen.


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