Welche Regeln – besonders im Zusammenhang mit dem freien Willen – müssen wir beachten, wenn wir uns zum Heilen berufen fühlen, damit wir keinen Schaden anrichten?
Juli 2009
Heilen ist Liebe und Liebe will nicht, sondern schenkt. Wenn ihr diesen Grundsatz ehrt, so werdet ihr immer das geben, was auch angenommen werden will. So einfach dies auch klingt - es ist (nicht nur für Heilende) etwas vom Schwierigsten, was ihr lernen dürft.
So wie wir bei euch, so seht ihr auch untereinander oft, was der andere eigentlich bräuchte.
Solange ein Mensch bei Bewusstsein ist und da im Hier und Jetzt, kann jedoch keine Hand oder Methode heilen, wenn dieser Mensch die Hilfe nicht aufnimmt und nicht will.
Wichtig ist also, dass ihr euch im Heilen dem Rhythmus des Empfangenden anpasst. Nichts kann aufgenommen werden, wenn die Türe nicht offen steht. Dies bedeutet, dass die gebende Energie, wenn sie nicht erwünscht ist, zu euch zurückkehrt. So entsteht das sogenannte Helfersyndrom oder die Projektion, dass jemand euch die Energie nimmt.
Noch wichtiger ist, dass ihr mit dem Gedanken und der Bitte heilt, dass nur das geschehen und heilen soll, was für die Entwicklung dieses Menschen und dieser Seele hilfreich ist.
Wir wollen euch ein Beispiel geben: Ein Mensch verletzt sich beim Kochen. Ihr beeinflusst die Schnittwunde, damit sie sich schneller schliesst und der Mensch sich heil fühlt. Gut so. Was aber, wenn sich Schmutz in der Wunde befindet? Achtet ihr nur auf den Körper und das Wohlbefinden, so schliesst sich die Wunde und eine Infektion bildet sich darunter.
Dieses Beispiel soll euch nicht verunsichern! Was wir sagen wollen, ist: Wenn ihr heilt, weil ihr als Persönlichkeit „zaubern“ wollt, oder es dem Empfangenden nur um das „Wohlsein“ geht, so ist dies ein schlechter Weg. Wenn ihr heilt, weil ihr als Kanal dem Licht dient, was auch immer daraus entsteht, so dient ihr der echten Heilungsenergie. Tritt keine Heilung ein, so könnt ihr sicher sein, dass diese im Augenblick auch nicht hilfreich ist, nicht hilfreich für das ganze „System“ des Menschseins, und sei es auch nur aus Gründen des zeitlichen Rhythmus.
Gerade beim Heilen gilt, dass ihr nichts falsch machen könnt, wenn ihr aus dem Herzen gebt. Der wissende Verstand schenkt gezielt durch einen schnellen, scharfen und fokussierten Impuls. Das Herz schenkt breit, weich und sanft. Es lässt dem Beschenkten die Wahl, was er wahrnehmen und annehmen will.