Manche Erkrankungen dienen der Transformation. Was, wenn man diese geleistet hat und der Körper trotzdem, z.B. bei einer Schwächung des Immunsystems, immer wieder erkrankt? Warum wird der Körper nicht stärker? Wie geht man mit diesen Altlasten um?

Obwohl die drei Systeme (Körper, Emotion, Geist) miteinander verbunden sind hat gleichwohl jedes der Systeme sein Eigenleben und seine eigenen Regeln. Der Körper ist ein grobstoffliches System und lässt nicht so umfassend verändern wie Emotionen und Gedanken. Gedanken und Gefühle sind nicht materiell, die Körperebene jedoch fest verankert und Materie.

Schwächende Gedanken und Gefühle, die in die Körperebene sickern und sich dort manifestieren, können das Immunsystem schwächen und körperliche Beschwerden verursachen. Werden diese transformiert, ist es wichtig, auch den Körper miteinzubeziehen, denn dort haben sie sich materiell verankert. In diesem Transformationsprozess ist es zudem förderlich, dass ihr eurem Körper und geschwächten Immunsystem mit Zuneigung begegnet.

Im Gegensatz zu den geistigen und emotionalen Ebenen, die wachsen, immer mehr Reife und Stärke erlangen können, ist der Weg der körperlichen Ebene umgekehrt. Der Körper ist in jungen Jahren stark und wird im Alter schwächer. Nicht zuletzt auch durch immer stärker werdende schädigende Umwelteinflüsse ist das Immunsystem überarbeitet, überfordert. Und da der Körper materiell ist, können seine Funktionen sich auch abnutzen.

Anders gesagt: Wenn das Immunsystem immer wieder geschwächt wird, kann sich die Schwäche körperlich dauerhaft manifestieren – da es sich eben um grobstoffliche Materie handelt und physischen Gesetzmässigkeiten unterliegt. Wir möchten den Körper ungern mit einer Maschine vergleichen – und doch ist dieser Vergleich vermutlich hilfreich. Es muss nicht so kommen und vor allem: Auch wenn es so ist, eröffnen sich Möglichkeiten zur Linderung der Symptome.

Am wichtigsten scheint uns, dass ihr euch nicht in Gedankenschleifen «hätte ich mich doch anders verhalten» und nicht in emotionale Schuldgefühle verstrickt. Diese Selbsterniedrigung schwächt das Immunsystem zusätzlich. Wie bei chronischen Erkrankungen und Schmerzen gilt es in diesem Fall vielmehr, die Schwäche zu akzeptieren. Nicht in einer Opferhaltung, sondern als gegenwärtigen Zustand, der unterstützt werden kann und nicht überfordert werden soll.

Ihr seid es, die die Systeme beeinflussen könnt. Es ist euch möglich eine positive geistige Haltung und einen emotionalen Ausgleich herzustellen, der Erleichterung bringt. Werdet euch bewusst, dass auch der Umgang mit dem Immunsystem, dem Körper, in eurer Hand liegt. Bei einer Immunschwäche braucht euer Immunsystem keine Forderungen und Beschuldigungen, sondern Zuneigung und Fürsorge. Stellt euch vor, es sei euer Freund, eure Freundin, euer Kind. Seht ihr diese als defekt und reparaturbedürftig, wenn sie nicht in ihrer Stärke sind? Nein. Es ist doch vielmehr so, dass ihr nun liebevoll und unterstützend reagiert.

Fragt euch deshalb auch bei Immunschwäche: Wie belastbar ist das System? Wie könnt ihr achtsamer und mitfühlender sein für euren Körper? Er kann vielleicht nicht mehr euren emotionalen und geistigen Prozessen folgen, aber ihr demjenigen des Körpers, der all diese Prozesse materialisiert und integriert. Vielleicht und im besten Falle werdet ihr eine ganz neue Lebensqualität erleben dadurch, dass ihr liebevoll unterstützt.

Ist es nicht oft so, dass ihr eurem Verstand und all den Anforderungen rund um euch herum folgt, obwohl ihr euch gar nicht wohl fühlt damit? Sicherlich sind Immunschwächen auch einengend, schmerzend und schwierig zu meistern im Alltag. Wenn sie sich jedoch dauerhaft manifestiert haben, geht es vor allem um den Umgang und weniger um die Heilung.

Dreht eure Erwartung um. Nicht das Immunsystem soll euch beschützten, wenn es eben nicht in der Lage ist. Nun seid ihr es, die es beschützen und in der körperlichen Realität auf es achten sollt. Es wird auch viel positives aus dieser neuen Haltung entstehen und euch ermöglichen, das Beste in der aktuellen Realität zu kreieren.

Manchmal geht es eben nicht darum gänzlich zu heilen oder zu reparieren, sondern darum, aus der Realität heraus einen Raum für Linderung, neue Perspektiven und vielleicht sogar ungeahnte Stärke zu erfahren, aus der vermeintlichen Schwäche heraus.

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Kommentare

Kommentar von Astrid |

Herzensdank für diese bestärkenden Gedanken, liebe Namensschwester.

Kommentar von Béatrice Fabijenna Kägi |

vielen herzlichen Dank, das hilft mir gerade sehr, da ich genau in so einer Situation bin

Kommentar von Erika |

Annehmen und neuen Umgang lernen, daraus kann Ungeahntes wachsen. Herzlichen Dank!

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